Kannst du noch ein bisschen neugierig bleiben? 🤔
Kannst du noch ein bisschen neugierig bleiben? 🤔
Seit ich meine Ausbildung zum Executive Coach am IMD begonnen habe, hatte ich das große Glück, dass sich Menschen an mich gewandt und mich gebeten haben, sie zu coachen. Einige sind mir noch aus meiner Zeit bei EY bekannt, andere sind neue Kontakte, die ich hier auf LinkedIn geknüpft habe.
Es erfüllt mich mit Demut, dass sie mir ihre Gedanken und Wünsche anvertrauen, und ich bin jedem Einzelnen von ihnen sehr dankbar. 🙏
Und ich möchte Ihnen auch den schwierigen Teil davon erzählen.
Sich vom Zwang zu lösen, sofort Lösungen liefern zu müssen, war ein enormer Lernprozess. Durch meine 17 Jahre Erfahrung in einem schnelllebigen Arbeitsumfeld bin ich darin geschult, Probleme schnell und effizient zu lösen.
Der Wechsel zum Coaching bedeutete, diese ursprüngliche Gewohnheit abzulegen und die Unannehmlichkeit zu akzeptieren, nicht immer die „richtige“ Antwort zu haben. Anfangs fühlte es sich an wie ein totaler Kontrollverlust, fast so, als würde ich meine Superkraft verlieren.
Coaching erfordert zudem einen kompletten Mentalitätswandel. Anstatt der Experte im Raum zu sein, bin ich nun ein Begleiter, ein Wegweiser – ein Coach im ursprünglichen Sinne des Wortes.
Ich würde sehr gerne direkt in Gespräche einsteigen. Als Coach kann ich jedoch besser helfen, indem ich meine Klienten ihre eigenen Erkenntnisse gewinnen lasse.
Wie habe ich also gelernt, neugierig zu bleiben und dem Drang zu widerstehen, sofort Lösungen parat zu haben, insbesondere wenn das von mir erwartet wird? 💡
↳ Ich lerne, den Gedanken zu mögen, dass es beim Coaching nicht um meine Antworten geht, sondern um die Reise meines Coachees zur Selbstentdeckung.
Ich höre aktiv zu, nicht um zu antworten, sondern um wirklich zu verstehen. Ich mache Pausen, damit sie ihre Gedanken verarbeiten und teilen können.
Und vor allem vertraue ich dem Prozess, auch wenn er sich langsamer oder weniger direkt anfühlt als das, was ich gewohnt bin.
Ich genieße es , die Kraft der Geduld zu entdecken und die richtigen Fragen zu stellen. Und dabei auch noch jede Menge Spaß zu haben! Apropos Spaß: Bei meinem letzten Besuch am IMD habe ich sogar eine Identitätscollage erstellt (siehe Foto!). Es gibt immer ein erstes Mal! 😉
Welche Tipps können Sie mir also geben: Wie kann man seine Neugierde noch ein wenig länger bewahren?
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19.11.2024 08:48