Was war Ihr persönliches „Übersetzungsproblem“ am Arbeitsplatz?
Was war Ihr persönliches „Übersetzungsproblem“ am Arbeitsplatz?
Bei EY entwickle ich nicht nur Strategien für Veränderungsprojekte, sondern wir packen auch tatkräftig mit an und setzen sie um. Das bedeutet oft die Zusammenarbeit über Kontinente hinweg mit unseren europäischen und indischen Teams. Im Laufe der Jahre habe ich erkannt, wie wertvoll es ist, unsere Unterschiede zu kennen.
Ich erkläre Ihnen, warum.
Vor einigen Jahren, während eines Projekts mit dem indischen Team, fiel mir auf, dass in Meetings, in denen ich kritische Fragen erwartet hatte, Stille herrschte. Alles schien reibungslos zu verlaufen, und niemand stellte Fragen.
Wir standen außerdem unter großem Zeitdruck, deshalb habe ich mich während unserer Telefonate oft direkt in die Arbeit gestürzt, um unsere gemeinsame Zeit bestmöglich zu nutzen.
Wie sich herausstellte, war meine Annahme, dass alles klar sei, falsch.
Als ich den ersten Entwurf der Arbeit erhielt, war er völlig anders als das, was ich mir vorgestellt hatte. Ich war frustriert und verwirrt.
Später wurde mir klar, dass ich es versäumt hatte, zu Beginn eine persönliche Beziehung aufzubauen, was in ihrer Kultur entscheidend für den Aufbau von Vertrauen und offener Kommunikation ist.
Dank Erin Meyers „The Culture Map“ habe ich außerdem gelernt, dass indirekte Kommunikation in vielen indischen Arbeitskulturen ein Zeichen von Respekt ist. Aus Respekt habe ich auf das direkte Feedback verzichtet, das ich gebraucht hätte!
Kürzlich haben wir in unseren Büros in Gurgaon und Bangalore Schulungen zu kulturellen Unterschieden und Zusammenarbeit durchgeführt, bei denen wir ähnliche Geschichten ausgetauscht haben.
Ich muss zugeben, es war eine einzigartige Erfahrung. Obwohl es sich anfangs schwierig anfühlte, fanden wir durch gegenseitigen Respekt und echtes Interesse eine gemeinsame Basis und knüpften Kontakte.
Es wurden Geschichten über Missverständnisse oder „Entschlüsselungstechniken“ ausgetauscht, und ich spürte die offene Gesprächsatmosphäre auf allen Ebenen.
Ich bin sehr dankbar, dass wir diese Treffen hatten. Durch die Einbeziehung von Forschungsergebnissen und Meyers Buch konnten wir die Bedeutung des kulturellen Verständnisses verdeutlichen.
Der Abbau kultureller Barrieren beginnt damit, unsere Unterschiede anzuerkennen – und sie dann anzunehmen.
Wenn wir in das Verständnis und die Wertschätzung kultureller Nuancen investieren, schaffen wir die Grundlage für stärkere Verbindungen, eine reibungslosere Zusammenarbeit und letztendlich größeren Erfolg.
Welche Erfahrungen haben Sie mit kulturellen Unterschieden gemacht?
Andrea Mau Jassimran K Chhatwal
#Veränderung #TLChange #KulturelleUnterschiede
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15.10.2024 08:48